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Finnische Sauna

Nicht nur in Skandinavien steht Saunieren hoch im Kurs. Sauna-Gänger haben nur selten mit Erkältungen zu kämpfen, sind fit und besitzen ein strahlend schönes Hautbild. In Finnland geht man mindestens einmal pro Woche saunieren, denn dort befindet sich in vielen Häusern eigene der Familie. 

Das Prinzip ist ganz einfach. Ein meist mit Holz  verkleideter Raum wird durch einen Ofen auf 80 bis 130 Grad Celsius erhitzt. Während früher sowohl Holz als auch Ölöfen benutzt werden, sind heutzutage Elektroöfen weit erbreitet. Durch eine Luftzirkulation wird gesichert, dass die Temperatur im Innenraum etwa immer gleich bleibt. 

Als Varianten gibt es 

* finnische Blockhaussauna 

* finnische Rauchsauna

* finnische Keloholzsauna 

* integrierte Sauna (im Badezimmer) 

… weitere Varianten sind „Erdsauna“, „Höhlensauna“, „Stollensauna“, „Salzsauna“, alle haben das Prinzip.  

Dampfbäder in der Welt

Bereits in der Antike waren Dampfbäder bekannt. In vielen Ländern gibt es unterschiedliche Dampfbäder:  

* römisches Dampfbad (Caldarium) 

* türkisches Dampfbad (Hamam)

* russisches Dampfbad (Banja) 

* japanisches Dampfbad (Sento) 

* irisches Dampfbad 

* nordamerikanisches Dampfbad / Schwitzhütte (Inipi) 

* mexikanisches Dampfbad (Temazcal, für Einzelpersonen) 

… und andere Varianten von Dampfsaunen. 

 

Typische finnische Sauna

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Moderne Infrarot-Sauna

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Medizinische Wirkungsweise

Die Temperatur in einer klassischen finnischen Sauna liegt zwischen 80°C bis 105° Celsius – gemessen etwa 100 cm über der obersten Bank. Ein Dampfbad hat Temperaturen zwischen 80°C und 95° Celsius. 

Bei einem Saunagang erhöht sich die körpereigene Temperatur um ein bis drei Grad etwa bis 39°C, die Temperatur der Haut wird sogar um bis zu zehn Grad wärmer. Dies entspricht einem vorübergehenden Fieber und sorgt dafür, dass Bakterien und Krankheitserreger angegriffen und eliminiert werden. 

So erhöht sich die Anzahl der Hitzeschockproteine, erhöht sich die Aktivität der Immunzellen ( Granulozyten, Lymphozyten, Makrophagen), was für die Infektabwehr sehr wichtig ist. Beteiligt sind auch die sogenannten Interleukinen, Botenstoffe, welche die Abwehrkräfte des blutbildenden Systems aktivieren.

Durch den Wechsel zwischen Erhitzung und kalter Abkühlung entspannt sich die Muskulatur und es erhöht sich der Blutdruck. Nachdem sich die Oberflächentemperatur nach 10 Minuten bis 15 Minuten auf bis zu 42° Celsius erhöht hat, verengen sich die Blutgefäße bei der Abkühlung durch das kalte Wasser (im Tauchbecken) und es ist ein gutes Gefäßtraining. 

Der Wechsel von Schwitzen und Abkühlung durch kaltes Wasser bewirkt zusätzlich eine schonende Reinigung der Haut und reduziert die Hautalterung. Die alten verhornten Hautzellen werden abgestoßen und dann leicht abgespült. 

Es regt den Kreislauf an, stimuliert den Stoffwechsel und verbessert die Atmung. Insgesamt wird das Immunsystem weiter gestärkt. 

Das gleiche Prinzip wirkt auch bei der Kneipp-Anwendung durch das Wasserteten, jedoch nicht so intensiv. Dafür kommen bei Kneipp noch weitere Gedanken in den anderen 4 Säulen dazu. 

Gute Nebeneffekte

Durch die erhöhte Temperatur wird der Stoffwechsel des Körpers angekurbelt. Daraufhin werden Schlackenstoffe schneller aus den Zellen ausgespült. Du schwitzt vermehrt, pro Gang schwitzt du etwa einen halben Liter aus, was eine reinigende Wirkung hat und damit auch das Hautbild verbessert. 

Es ist sinnvoll, hinterher ausreichend zu trinken, um die positiven Prozesse zu unterstützen und den Flüssigkeitshaushalt im Körper wieder aufzufüllen. Trinke bitte nur frisches Wasser, Tee oder Fruchtschorlen, alle alkoholische Getränke (auch Bier) jedoch vermeiden. 

Auch viele Gewürze und Heilpflanzen stärken das Immunsystem.

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Saunagänge und Dampfbäder fördern dein Immunsystem.

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Verschiedenes Saunieren in den Ländern

Deutschsprachige Länder

Zuerst duschst du dich vor dem Saunieren ab und trocknest dich dann noch einmal richtig ab. Das Abtrocknen ist wichtig, weil dadurch das Schwitzen in der Hitze schneller beginnt. 

Im Deutschsprachigen Raum wird allgemein vollständig unbekleidet sauniert. Zur Verhinderung von Verunreinigungen legst du ein Handtuch unter deine Sitzfläche, damit dort gleichzeitig der Schweiß aufgesaugt wird.

Es gibt im deutschsprachigen Raum meistens gemischte Saunen, aber es werden auch spezielle Zeiten „nur für Frauen“ angeboten. 

Der Besuch besteht meist aus zwei bis 3 Hitzephasen von jeweils 10 bis 15 Minuten. Dazwischen kommt direkt nach dem Verlassen der Kabine eine Abkühlung durch Duschen mit kaltem Wasser, einem kalten Tauchbecken oder kaltem Abspritzen mit einem Schlauch. 

Die Abkühlung sollte an den am weitesten vom Herz entfernten Extremitäten (Füße, Beine, Hände Arme) beginnen und erst danach auf den Körper übergreifen. 

Im Winter ist es auch sehr angenehm, anstelle des Tauchbeckens, der Kaltdusche oder des Schlauches frischen sauberen Schnee zur Abkühlung zu nutzen. Einfach raus in den geschützten Bereich und rein in den Schnee wälzen. 

Danach sollte eine Ruhephase von ca. 20 bis 30 Minuten vor der nächsten Hitzephase liegen. Wenn du dann wieder zu Hause bist, solltest du deinen Körper noch etwas ausruhen und nicht sofort in Hektik „die Zeit wieder aufholen“. 

Diese Stunden der Wellness sind für dich eine gute körperliche Regenerierung und auch Gesundheitspflege.  

Bitte bringe für einen Saunaaufenthalt und auch für die Erholung danach ausreichend Zeit mit. 

 

Finnland

Finnland Sauna am See

Norwegen

Norwegen, Sauna im Schnee, Fasssauna

Schweden

Schweden, Sauna im Garten am Wald

Dolomiten

Dolomiten, Fass-Sauna auf der Alm am Berg

Lettland

Lettland, Fass-Sauna am Strand an der Ostsee

Korea

Korea, Hankock Sauna Schild am Eingang

Finnische Sauna

Hier liegt einer der Ursprünge des saunierens.

Russisches Dampfbad

Das russische Dampfbadgehört auch zu den Ursprüngen des saunierens. 

Fremde Länder, fremde Sitten, wie darf ich wo saunieren?

Textil oder unbekleidet?

Länder - zwingend textilfrei

In vielen Ländern gibt es zwingend textilfreien Saunabesuch, wie Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Russland, Dänemark. In Schweden und auch Norwegen textilfrei, aber geschlechtergetrennt. 

Textilfrei gilt auch für Belgien, Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz sowie das nordöstliche Italien, wie Südtirol, aber auch Kroatien und Slowenien

In einigen Ländern gibt es gesonderte Zeiten die alleine den Frauen vorbehalten sind, insbesondr in den Deutschsprachigen.  

In Korea hat sich eine eigenständige öffentliche Kultur des Heißdampfbads entwickelt, eine Transkription des westlichen Worts „Sauna“, verwendet wird. 

Ebenso ist das japanische Sento textilfrei, aber gemischte Badehäuser sind praktisch nicht existent. 

Länder - zwingend mit Bekleidung

In anderen Ländern wird beim Saunieren zwingend Badebekleidung getragen. Dies trifft auf das Vereinigte Königreich, Frankreich und die französischsprechende Schweiz zu. 

In Brasilien ist Badebekleidung zwingend. Die Dampfbäder oder Saunen in Australien sind meistens an Hotels angebunden und verlangen Badebekleidung. 

In den USA gibt es je nach Staat verschieden Einzelregelungen, aber du musst davon ausgehen, wenn es überhaupt möglich ist, eine Sauna oder ein Dampfbad zu besuchen, dass diese geschlechtergetrennt sind und Badebekleidung erforderlich ist. 

Wechselduschen und Immunsystem

Die gleichen gesundheitlichen Angaben gelten für Wechselduschen. Auch hier besteht die Wirkung auf das Immunsystem durch die Reize des Wechsels von warm und kalt. 

Die Blutgefäße verengen sich und weiten sich wieder aus, der Kreislauf wird trainiert. Die Anzahl der Immunzellen wird erhöht und diese werden aktiviert, wie auch bei einem Saunagang oder in einem Dampfbad. 

Auch nach einer Wechseldusche fühlst du dich erfrischt und durchwärmt.  

 

Achtung bei gesundheitlichen Beschwerden

Während einer Erkältung sollten Besuche allen Dampfbädern oder Wechselduschen unterbleiben, um das Herz-Kreislauf-System nicht zum Kollabieren zu bringen. 

Menschen mit allgemein bekannten Problemen des Herz-Kreislauf-Systems oder ähnlichen Vorerkrankungen sollten unbedingt vorab den Hausarzt konsultieren. 

 

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